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              Maledivensafari 2011 - Michael und Marion Niedorf

Malediven Tauchsafari 2011

Wieder einmal haben wir uns lange im Vorfeld überlegt welches Tauchgebiet uns in diesem Jahr interessante und abwechslungsreiche Tauchgänge bereiten könnte. Nach einigen Für und Wieder entsprechender Tauchgebiete, entschieden wir uns letztendlich für die Kombination aus einer Malediven Tauchsafari und anschließendem Relax-Urlaub auf Sri Lanka.

Anfang April starteten wir, mit Sri Lankan Airline, von Frankfurt via Colombo nach Male und weiter mit einem Inlandflug der Maldivian Airline bis zum Zielflughafen, der Insel Hanimaadhoo. Da es in Colombo und auch in Male zu längeren Aufenthalten gekommen ist, sind wir ca.18 Stunden unterwegs gewesen. Zum Vergleich, ein Direktflug auf die Malediven dauert von Frankfurt ca. 10 Stunden. Die letzte Flugetappe, der knapp 45 minutige Inlandflug über die Malediven, entschädigte allerdings die bis dahin recht lange Anreise mit seiner grandiosen Aussicht auf die unzähligen Inseln und Atolle

Malaysia Airline Idyllisches Inselparadies


Am Flughafen Hanimaadhoo angekommen wurden wir bereits erwartet und es ging nun noch mal mit einem kurzen Bootstransfer zu unserem Safarischiff der MY AMBA. Die MY Amba ist zurzeit das einzige Safarischiff, welches die nördlichen Malediven, wie das Haa Alifu und Haa Dhaalu Atoll, ansteuert. Für uns ein ausschlaggebender Grund warum wir uns gerade für dieses Schiff entschieden haben. Diese Entscheidung erwies sich als richtig. Weit und breit kein anderes Tauchboot zu sehen und dementsprechend unberührte Riffe sollten uns erwarten. Das Schiff selbst, mit seinen 33m Länge und 10m Breite zählt mit zu den luxuriöseren seiner Klasse. Einer Crew die von Anfang an ein wirkliches Verwöhn Programm für die Gäste bereithält. Dazu anspruchsvolles tauchen im Wechsel mit den traumhaften weißen Stränden der Malediven machten diesen Trip zu einer unvergessenen Woche.

Wir am Strand Unser schwimmendes Hotel


Wer sich entschließt hier im nördlichen Teil zu tauchen sollte sich über ein paar grundlegende Dinge im klarem sein. Tauchen an den Riffen bedeutet hier kein gemütliches Rumdümpeln mit ein wenig Luft holen sondern in erster Linie etwas für erfahrene Taucher/innen. Die meisten Tauchgänge die wir hier durchgeführt haben sind „Thila“ Tauchgänge gewesen. Thila bedeutet so viel wie „Untersee-Berg“. Um diese Untersee-Berge zu erreichen gelangte man nur mittels Negativ-Freiwasserabstieg ans Ziel. Das bedeutet rein springen, keine Luft im Jacket und dann sofort ab nach unten. Zeit für einen kurzen Plausch an der Wasseroberfläche gibt es nicht. Bereits beim Abtauchen sollte man sich zügig in Richtung der in ca. 18m bis 30m liegenden Thilas begeben. Die zum Teil kräftige Strömung hat einen ansonsten in kürzester Zeit weit ab vom eigentlichen Tauchplatz abgetrieben und man hat dann keine Chance den Tauchgang fortzusetzen. Marion und ich haben nach Erreichen der Thilas unsere Riffhaken eingehakt um uns dann an dem treiben der in der Strömung vorbeiziehenden Fische zu erfreuen. Riffhaken sind hier ein absolutes Muss. Wer versucht sich nur mit seinen Fingern an dem scharfkantigen Gestein oder gar an Korallen zu klammern hat schon verloren. Zu einem tut es den Fingern nicht gut und zum anderen verursacht man nur Schaden an den Korallen. Bei täglich 3 Tauchgängen in relativ größeren Tiefen ist es ratsam, ohne in die Deko zu gelangen, mit Nitrox zu tauchen. Das kostet auf der Amba zwar einen Aufpreis, aber das sollte es einem wert sein. Trotz alledem mussten dann noch für die im Blauwasser stattfindenden Austauchphasen inkl. der Sicherheitsstops stattliche 10 bis auch mal 15min eingeplant werden. Das ist eine lange Zeit wo man sich mit der Strömung ins Blaue treiben lässt. Aus diesem Grund sollte das setzen der Boje von jedem Taucher beherrscht werden. Um den Boot schon lange im Vorfeld die Position des Auftauchens anzuzeigen ist es ratsam die Boje rechtzeitig nach oben zur Oberfläche zu schießen. Beim Einsammeln der Tauchgruppen bleibt einem eine längere Wartezeit somit erspart. Die Bootscrew versucht allerdings ihr bestes um keine Gruppe unnötig lange warten zu lassen. Es war für uns immer wieder erstaunlich wie die Crew auf dem weiten Ozean die kleinen Bojen erkennt und ansteuert. Manchmal erinnerte es mich doch irgendwie an den Kino-Film "Open Water".

An der Shot-Leine Memo an mich: Capri-Sonne und Snickers nicht vergessen...


Unsere Tauchgänge hier waren spannend und abwechslungsreich. Neben der Vielzahl an Riffen mit seinen verschiedensten Bewohnern konnten wir auch eine sehr große Höhle auf ca. 35m Tiefe betauchen. Die Höhle wird gerne als Schlafplatz von unterschiedlichsten Rochenarten genutzt. Beim Durchtauchen der Höhle sind wir auf einen sehr großen schlafenden Schwarz-Punktrochen gestoßen welcher sich durch unsere Anwesenheit kaum stören ließ. An den Thilas gab es reichlich Fische zu beobachten und man brauchte einfach nur eingehängt am Riffhaken zu warten. Es kamen die großen wie Haie, Mantas und Gittarenrochen vorbei, aber auch viel Kleines und Schwarmfisch war zu sehen. Eine wirklich schöne Mischung .

Die Strömung pfeift


Der Zustand der Korallen war für maledivische Verhältnisse noch ganz in Ordnung, obwohl auch wir an einigen Thilas die bunte intakte Korallenvielfalt die man erwartet vermisst haben. Wenn auch nicht so stark wie in den südlichen Atollen so hat El Ninjo 1998 leider auch hier seine Spuren hinterlassen. Was wirklich sehr positiv gewesen ist, war das absolute alleine sein an den Riffen. Nur unser Safarischiff mit seinen 20 Tauchern. So konnten wir die Tauchgänge in aller Ruhe genießen und auf uns wirken lassen

Stechrochen Unterwasserwelt


Zusammenfassend können wir sagen, dass die Malediven-Safari mit der MY-Amba eine gute Entscheidung gewesen ist. Wir hatten viel Spaß mit der Crew und Abwechslung beim Tauchen. Ein kleiner Wermutstropfen war allerdings der Ausfall meiner beiden Blitze an der UW-Kamera. Meine Fotoausbeute war dadurch leider nicht so üppig wie erwartet. Das ist allerdings auch ein Grund nochmals die Malediven zu besuchen. Nach unserer Tauchsafari flogen wir rüber nach Sri Lanka. Dort verbrachten wir den Rest unseres Urlaubes und hatten noch wunderschöne erlebnisreiche Tage. Sri Lanka ist Tauchtechnisch nicht sonderlich spektakulär und so haben wir unsere Urlaubstage genutzt um zu relaxen und Land und Leute zu entdecken. Zu entdecken gibt es dort an jeder Ecke etwas. Die Regenwälder mit wilden Tieren wie Affen, Elefanten, Waranen, Schlangen usw. haben uns besonders stark beeindruckt.
Elefanten-Parade
Sri Lanka Landschaft Sri Lanka Tiere
Sri Lanka Tiere Sri Lanka Tiere

Wer eine Kombination aus abwechslungsreichem Tauchen und interessanten Landurlaub sucht, dem kann ich unseren Mix aus Malediven und Sri Lanka wärmstens empfehlen.

Gruß Micha